Spotted: In die Arbeiterhosen!

Von Andrea Bornhauser, 17. März 2017

Es gab eine Phase in den Neunzigerjahren, da trug ich nur Workpants von Carhartt. Die mit der Hammerschlaufe, die nie einen Hammer getragen hat. Zumindest bei mir nicht. Aber das spielte überhaupt keine Rolle für mich, weil ich diese Hosen einfach cool fand. Ich trug sie – ninetiesgemäss – zum bauchfreien, engen T-Shirt.

Die Workpant von Carhartt als Jupe während den letzten Fashionweeks.

Jetzt ist Workerwear – diese Saison auch gerne Utility- oder Khaki-Wear genannt – wieder en vogue. Natürlich! Stilistisch gesehen ist es ja nicht ein Riesenschritt von der Bomberjacke zur Workpants. Ausser, dass ersteres Kleidungsstück einen militärischen Ursprung hat und zweiteres einst als reine Arbeiterbekleidung entworfen wurde.

Als Mutter aller Workerwear gilt Carhartt. 1889 in Dearborn, Michigan gegründet, hat sich das US-Label, das heute noch in Familienbesitz ist, einen Namen für Arbeiterbekleidung aus robustem Canvas-Stoff gemacht. Die Schnitte von damals existieren weitgehend heute noch, wurden kaum abgeändert. Wie etwa die Latzhose oder eben mein geliebten Work Pants aus den Nineties.

2017 zeigen Designerlabels wie Acne Studios, Vetements oder Marni abgewandelte Formen von Workpants, Utility-Jacken, Latzhosen und Overalls. Viele davon mit den typisch weissen Kontrastnähten, wie man sie eben von Carhartt kennt. Von diesem Label – es gibt unterdessen eine unserem Markt angepasste, europäische Kollektion – gibts auch in der aktuellen Kollektion coole Teile, die Lust auf Arbeiten machen.

Übergrosse Utility-Jacke. (Imaxtree.com)

Kate Moss weiss, was gut ist: Eine Workerpant zum Beispiel.

 

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