Spotted: Mom Jeans

Von Andrea Bornhauser, 17. Dezember 2016

Vor einiger Zeit habe ich schon mal über sie geschrieben: Die Mom Jeans. Und zwar hier. Damals noch ein sich am Fashionhimmel abzeichnendes Phänomen, hat sich die immer etwas unförmig wirkende, helle Jeans mit dem hohen Bund unterdessen sogar bei Teenie-Mädchen etabliert, gerne zu schlichten weissen T-Shirts und Bomberjacken.

Eigentlich in diesem Fall ein Widerspruch, denn diese Denimhose hat ihren Namen ja von Müttern, die in den Neunzigern ihren Post-Baby-Bauch in der Hose verstecken wollten. Leider mit dem Ergebnis, dass dieser umso exponierter in die Welt hinausragte. Ebenso wirkte der Hintern in der oben sackartig geschnittenen und mit Gürtel zusammengeschnurpften Hose oftmals überdimensionaler, als er war.

Aber da die jungen Mädchen ja meistens weder Bäuchlein noch Riesenhintern haben, ist schlussendlich der Begriff „Mom Jeans“ wie gesagt eigentlich völlig fehl am Platz. Ich nehme an, die Mädchen bezeichnen diese Hosen wahrscheinlich auch nicht so. Für sie sind es wohl einfach „coole Jeans“.

Ich jedenfalls finde „Mom Jeans“, also dieses Mittelding zwischen Skinny- und Boyfriend-Jeans eine besonders entspannte Denim-Variante. Und mir gefallen meine Freundinnen, die sie tragen. Für Männeraugen ist dieser Spleen in den meisten Fällen nicht nachvollziehbar. Für die ist die „Mom Jeans“ alles andere als sexy. Aber ist ja egal, wer will schon immer sexy sein?

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