OMG! Die Royal Twins

Von Andrea Bornhauser, 8. April 2016

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Ein von Fashion Models Bella & Chloe (@theroyaltwins) gepostetes Foto am

Letzthin sass ich spätabends auf meinem Sofa vorm TV. So halb war ich schon eingeschlafen – als mich der Beitrag über die sogenannten Royal Twins jäh aus dem Traumland in die Realität zurückholte. Ich musste mir zuerst einmal zünftig die Augen reiben um zu glauben, was ich da sah: Zwei vierjährige Zwillings-Mädchen im Partnerlook, von Kopf bis Fuss in Designermode gekleidet, wie sie händchenhaltend und posierend durch Beverly Hills gwaggelten. Im Hintergrund stets die stolze Mama, die ab und an den Mädchen rumzupfte oder ihnen Anweisungen gab, wie sie schauen oder gehen sollen. Ach herrjeh! Auf einen Schlag und vor Entsetzen tätschwach, erfuhr ich, dass es sich bei den Fashion-Zwillingen um Bella und Chloé handelte, deren Instagram-Account The Royal Twins sage und schreibe 78 000 Menschen folgen. Ihre Mutter Lucy Abir – eine Unterhaltungsjournalistin – hat ihnen den Account eingerichtet, nachdem sie die beiden als Holly Golightly aus Breakfast at Tiffanys gekleidet über den Rodeo Drive gejagt hat – und gemerkt hat, wieviel Aufsehen die Mini-Twins da erregten. Als sich dann noch Kim Kardashian in einem Comment von den beiden „Sweeties“ kaum erholen konnte, ging der Hype um die beiden erst richtig los. Es folgten Bilder von Bella und Chloé verkleidet als Anna Wintour und Karl Lagerfeld, als Chanel-Handtaschen und ganz viele, auf denen sie einfach wie zwei verwöhnte Modetussis aussehen, behängt mit Kleidern, Accessoires und Shoppingtüten von Chanel, Hermès, Burberry, Tiffany und Co. Alle ihre Reisen rund um den Globus, ihre Ausflüge werden feinsäuberlich dokumentiert und mit Hashtags der Sponsoren versehen. Das Geschäft boomt. Im TV-Beitrag besuchen die Zwillinge dann natürlich noch eine Nail Bar, in der sie ihre „Freundinnen“ treffen, ebenfalls Instagram-Stars. Obwohl die Posen und einstudierten Sätze sitzen, mag man den Kindern nicht so recht abnehmen, dass ihnen das Ganze wirklich Spass macht. Das zeigte sich auch in der Szene, als die Mädchen sich viel mehr für den Inhalt ihrer kleinen Designertäschchen begeisterten: Nämlich Süssigkeiten. Wie das bei Vierjährigen halt so ist.

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