Warum … der Regenschutz mehr Aufmerksamkeit verdient

Von Christina Duss, 25. Januar 2015

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Ich erinnere mich noch genau, was ich vor sechs Jahren in den Bretagneferien durch den Wind schrie: «Mein absolutes Lieblingsoutfit aller Zeiten», brüllte ich, «Jeansshorts, Regenjacke und Gummistiefel!» Auch wenn die Bemerkung im Nachhinein etwas überschwänglich anmuten dürfte – ich verstehe mich noch immer. Wetterfestes fühlt sich toll an, weil alles so schön unkörperbetont schlackert, aber auch weil alle anderen ins Trockene rennen und man selbst, beschützt in einer textilen Gummihöhle, den Regen prasseln hört, ohne dabei nass zu werden. Freiheit!

Alasdhair Willis, Ehemann von Designerin Stella McCartney und Creative Director des englischen Traditionslabels Hunter (Foto, DIE Gummistiefel), hat sich zu Regenschutz etwas mehr überlegt und schickte seine Models in formvollendeten Regenjacken über den Laufsteg. In meinen Träumen satteln alle Designer, die noch auf ein finales Brautkleid setzen, auf den Regenschutz als Showhöhepunkt um. In den Frontrows klatschen sie sich die Hände wund. Und ich? Stehe irgendwo im Regen.

 

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Lifestyle-Redaktorin Christina Duss
beobachtet und beschreibt, was in
der Mode passiert. Sie umtrippelt Pfützen nicht,
sondern springt mitten hinein.

Dieser Beitrag erschien in der aktuellen annabelle-Ausgabe 02.

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