Warum … Wolldecken Mänteln den Rang ablaufen

Von Christina Duss, 9. Oktober 2014

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Das war einer jener Mode-Momente, der sich körperlich manifestierte: Als die Models beim Finale der Herbst/WinterPräsentation von Burberry in übergeworfenen Wolle-Kaschmir-Decken über den Laufsteg schlenderten, hätte man sich am liebsten in die Matte von Sänger Harry Styles in der Frontrow gekrallt, um sich geschmeidig über seinen Kopf hinweg auf den Laufsteg zu schwingen und sich eine dieser Decken zu schnappen, die da an den Models hingen. Wie cool, wie luxuriös die nämlich aussahen! Wie warmherzig und entspannt! Die waren ein bisschen kalifornischer Spätsommer, ein wenig englisches Landhaus, und das, beschloss ich, schaff diese Saison mit Sicherheit kein einziges Wintermantelmodell. Einen Nachteil haben Decken, aber auch Ponchos, das merkte ich, als ich vor kurzem mit einer wollenen Schönheit (durchaus auf gleicher Augenhöhe mit den Modellen des englischen Traditionslabels Burberry) lebenslange Freundschaft schloss: Mit Rucksack Velo fahren ist Vergangenheit. Damit lässt sichs leben.

 

christina-duss-warum-wolldeckenLifestyle-Redaktorin Christina Duss
beobachtet und beschreibt, was
in der Mode passiert.
Die Decke ihres Vertrauens ist aus tibetischer Yakwolle.

Dieser Beitrag erschien in annabelle 18 in der Rubrik: Warum …

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