Ein wenig Fauxumeristin

Von Christina Duss, 27. Juni 2014

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Ich war mir immer bewusst, dass ich, wenn, dann nur haarscharf zu den ungefähr zwischen 1980 und 1995 geborenen Millennials gehören würde. Ich hatte deswegen nicht gerade eine Identitätskrise, aber überlegte mir schon, ob ich eine kriegen sollte. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des US-Trendforschungsinstituts The Intelligence Group hat das verändert: Millennials geben weltweit pro Jahr 200 Milliarden Dollar für Mode aus, und wenn das so weitergeht, wird sich diese Zahl in sechs Jahren verdoppeln. Ein möglicher Störfaktor: Wie erhoben wurde, frönen Millennials gern dem «Fauxumerism», dem «falschen» Konsum, einem Einkaufsverhalten nämlich, bei dem man sich im Laden oder online umsieht, ohne etwas zu kaufen. 36 Prozent kaufen nur Dinge, die sie als notwendig erachten, 72 Prozent recherchieren online, bevor sie sich ein Teil im Laden kaufen, und 32 Prozent kaufen keine Kleider mehr von Unternehmen, wenn inakzeptable ethische Praktiken mit diesem verbunden sind. Seit neustem fühle ich mich einer Generation ZUGEHÖRIGER.

Dieser Text erschien in der Rubrik Duss & Das der annabelle-Ausgabe 12

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