OMG! Weisse Sportsocken

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Streetstyle während der letzten Paris Fashion Week (Bild: Imaxtree.com)

Mein achtjähriger Sohn hat ein neues Lieblingsteil: Weisse Sportsocken von Milk Copenhagen. Er zieht sie am liebsten bis zu den Knien hoch und zum Skaten an. Aber auch in die Schule. Und ich muss sagen: Es sieht ziemlich cool aus. An ihm.

Mich erinnern weisse Sportsocken an die Achzigerjahre (damals gabs die bei ABM im Zehnerpack), an den Aargau (sorry, Klischee) und – of course! – an Adiletten. Ergo: Wahrscheinlich bin ich zu alt für diesen Trend, der sich langsam abzeichnet? Aber ich kann mich nur in den seltensten Fällen für Tennissocken in Pumps erwärmen, wie oben gezeigt. Wenn schon, dann bitteschön stylegerecht zu einem Paar Vans-Skateschuhen, wie im Bild unten. Würde auch mein Kleiner so sehen.

Gut möglich, dass einmal mehr das Label Vetements schuld daran ist. Die haben nämlich in ihrer aktuellen SS16-Kollektion mit ihrem Onepiece-Socken-Pump für Furore gesorgt und zeigten für kommenden Winter an der letzten Paris Fashion Week bereits wieder eine Tennissocke auf dem Laufsteg. Dieses Mal in Reinform, weiss mit Logo, getragen zu einer Stiefelette. Mal abwarten – und Tennis spielen.

Vetements FW 2016/17 (Bild: Imaxtree.com)

Vetements FW 2016/17 (Bild: Imaxtree.com)

Must Have: Geschnürtes Top

Sodeli, jetzt hab ich auf Instagram und Co. genügend grobgeschnürte Tops, Bodys, Blusen und Badeanzüge gesehen. Nämlich an Instagirls wie Chiara Ferragni, Caroline Vreeland oder Kristina Bazan. Jetzt fange ich langsam an, Gefallen an den Dingern zu kriegen. Geht es Ihnen manchmal auch so? Anfangs begegnet man einem Trend noch mit einem Stirnrunzeln – und irgendwann hat er einen. Gecatcht. Ein klassischer Fall von Fashion Victim.

First Brazilian look 🙌🏻 #TheBlondeSaladGoesToBrazil #CabeloPantene 🇧🇷

Ein von Chiara Ferragni (@chiaraferragni) gepostetes Foto am

Aaalso! Diese geschnürten Tops sind eigentlich gar nicht so mein Stil. Zu offenherzig, zu opulent, zu chichi. Und mir fehlt glaubs der nötige Vorbau. Auf den ersten Blick zumindest. Je länger ich diese Schnüre aber betrachte, erinnern sie mich mehr und mehr an Matrosenhemden, an Seefahrerromantik, ans Meer. Wenn ich also demnächst ein schlichtes weisses Baumwoll-Langarmshirt (von mir aus auch gerippt) mit einem geschnürten Ausschnitt sehe, werde ich eventuell schwach. Die sehen zu Jeans bestimmt toll aus. Fashion Victim…

New digitals 2day @nextmodels 😁 photo: @istayflyman

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🦂💸 skin glows because of Leslie at @skinworship

Ein von Caroline Vreeland (@carolinevreeland) gepostetes Foto am

NEW #Coachella2016 article on www.kayture.com with @revolve 👊🏻🌵#revolvefestival #revolveme shot by @cibellelevi

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OMG! Verspiegelte Sonnenbrillen

Modebloggerin während der Australian Fashionweek in Sidney. (Bild: Christian Vierig/Getty Images)

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von den farbig verspiegelten Sonnenbrillen halten soll, die mir in letzter Zeit vermehrt von Nasen entgegenfunkeln. Einerseits sehen sie ja ganz schmuck aus und können einen Look aufpeppen. Andernseits haben mich Spiegelgläser schon immer irritiert. Einfach, weil ich dem Gegenüber nicht in die Augen sehen kann und dann nie weiss, wo ich meinen Blick festmachen soll.

Und jetzt sind da eben diese Spiegel-Sonnenbrillen mit farbigen Verläufen in Blau, Orange oder Pink. Besonders viele hat man kürzlich wieder während des Coachella-Festivals sichten können. Da passen diese Brillen ja irgendwie auch hin. Das Ding ist halt, dass sie – gerade in Kombination mit einem angestrengt-gestylten Hippiefestival-Outfit – irgendwie cheap aussehen. Als ob sie in Italien oder Spanien für fünf Euro bei einem Strand-Verkäufer ergattert worden wären. Alles zusammen – Farben, Muster UND farbige Spiegelgläser – ist dann doch etwas too much für mich.

Aber klar, es gibt sie auch in der Deluxe-Version. Der Klassiker ist natürlich die Pilotenbrille Aviator von Ray Ban, in vielen verschiedenen Verläufen erhältlich. Wer auf den edlen Spiegelblick steht, sollte sich auch mal bei den Sonnenbrillen von Matthew Williamson, Dior oder Victoria Beckham umsehen.

 

Must Have: Gummi-Schlappen

Modebloggerin Lisa Hahnbück in Adiletten.

Modebloggerin Lisa Hahnbrück in Adiletten. (Bild: Christian Vierig/Getty Images)

Ich erwische mich jeden Sommer wieder dabei, dass ich schlussendlich meine Füsse anstatt in adrette Sandalen, Mules oder Stilettos lieber in irgendwelche bequemen Latschen stecke. Da ists denen einfach wohler. In den letzten Jahren waren das natürlich Birkenstocks, letzten Sommer auch in der Gummi-EVA-Variante, worüber befreundete Birkenstock-Puristinnen natürlich die Nase rümpften. Ich habe da nicht so ein Problem mit dem Material. Ich überlege mir drum gerade, mir wieder mal ein paar Adiletten zuzulegen. Ja genau, das Schuhwerk der Prolls! Von gewissen Bevölkerungsschichten auch gerne zu weissen Sportsocken getragen.

Bitte keine falschen Berührungsängste jetzt! Wir haben das mit den Birkenstocks (mein Physiklehrer mit dem Wollpullover war grosser Fan) – und Teva-Sandalen (Liebling von Outdoor-Aktivisten mit grellen Sportklamotten) hingekriegt, drum sage ich Euch: Das mit den Adiletten wird ein Spaziergang! Die haben doch per se einen Coolness-Faktor, oder? Wers nicht glaubt, soll sich mal das obige Bild mit der deutschen Modebloggerin Lisa Hahnbrück genau ansehen. Ob das auch irgendwann auch mit Mephisto-Schuhen oder Crocs-Schlappen passiert, sei dahingestellt. Never say never.

PS. Besonders nett finde ich ja die neuen Plattform-Adiletten Bold in weiss.

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Bilder: www.adidas.ch

 

 

 

 

 

 

OMG: Die Nippel-App Mips

Why do you cry @lollylovessa??

Ein von @mipsapp gepostetes Foto am

Instagram hat ja diese Frauennippel-Zensur. Anscheinend, weil die App im Apple Store bereits ab 12 Jahren freigegeben ist und demzufolge keine Nacktheit gezeigt werden darf. Männernippel sind aber voll okay!

Jedenfalls gabs deshalb ja immer wieder Freethenipple-Aktionen bei Instagram in Form von witzigen Versuchen, die Zensur zu umgehen. Eine Frau die xmal ein Oben-ohne-Bild von sich gepostet hat, weil dieses immer wieder entfernt wurde, hat sich zuletzt die Bilder von zwei Männernippeln über ihre Brüste gelegt. Et voilà – das durfte bleiben. Andere beliebte Nippel-Verdecker sind die üblichen Smileys, Herzen oder Dollarnoten. Bis jetzt!

Seit etwa einer Woche gibts nämlich eine neue App, die in der Modewelt für Furore sorgt. Sie nennt sich „Mips“ – eine Abwandlung von „Nips“ also Nippel – und sie ermöglicht es, Nacktbilder auf besonders coole, fast poetische Art an der Insta-Zensur vorbeizuschleusen. Indem man schöne Collagen aus Blumen, aus Modemagazinen herausgerissenen Münder und Augen oder aber Icons im Pop-Art-und Cartoon-Stil über sein Foto legen kann. Es gibt sogar Real-Nippel-Sticker in vier verschiedenen Farben! Dafür gibts keine Farbfilter, wie bei Instagram.

Hinter der App stehen die New Yorker Stylistin Karen Kaiser und ihr Mann, der Fotograf Nicolas Kern. Mit Mips ermöglichen sie eine Art kreative Rebellion gegen die Zensur. Und haben damit bereits Fans gewonnen wie das deutsche Model Julia Stegner, die kürzlich ein wunderschönes Oben-ohne-Bild mit ihrem kleinen Babybauch auf Insta postete, und eine Pfingstrose über ihren Brüsten platzierte.

OMG – Diese Woche vor Entzücken!

  • Die App „Mips“ ist für 1 Fr. im Apple App Store erhältlich.

Monday mornings with @cyndlekomarovski #mipsonfleek

Ein von @mipsapp gepostetes Foto am

Must Have: Mini Bags

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Milano Streetstyle.

Frauen und ihre Taschen: A neverending story…. Irgendwie sind wir doch immer auf der Suche nach der perfekten Tasche, nicht wahr? Also ich zumindest schon. Das Problem sind dabei nicht die Taschen, die ich ins Büro mitnehme und in der mein Alltagskarsumpel, Magazine, Laptop, Znüni, Schminkbeutel, Pressemappen usw. Platz haben müssen. Da bin ich seit fast schon einem Jahr (!) meinem Denim-Rucksack von American Apparel treu. Weil er einfach so praktisch ist, auch wenn ich den Knirps abends von der Kita abhole und beide Hände freihaben muss.

Milano Streetstyle

Milano Streetstyle

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Milano Streetstyle.

Nein! Problematisch wirds am Abend, wenn ich ausgehen will. Zum Essen, in einen Club, oder zum Openair-Chillen mit meinen Freundinnen. Da sollte es eine kleine, hübsche und praktische Umhängetasche sein. So wie die Mini Bags, die man grad überall sieht. Da hat nur das Allernötigste Platz.

Das heisst: Reduce to the Max. Anstatt grossem Portemonnaie kommt eine Notenklemme zum Einsatz, der Hausschlüssel wird vom Bund genommen, die Reiseedition von Gesichtspuder und Lippenstift eingepackt, die Zigaretten werden abgezählt und lose mitgetragen, ein kleines Feuerzeug muss reichen. Ah ja, und Kreditkarten haben ja bekanntlich sogar unter dem Bikinihöschen Platz. Tut auch mal gut, ohne viel Ballast unterwegs zu sein, ich sags Euch.

Milano Streetstyle.

Milano Streetstyle. (Alle Bilder: Imaxtree.com)

Wen das noch nicht überzeugt, soll doch am besten mal einen Blick auf die hübschen Exemplare unten werfen. Sind sie nicht einfach süss, diese Mini Bags?

PS: Es gibt die natürlich auch in preiswerteren Varianten als von Saint Laurent, Chloé oder Mulberry. Ich habe meine Mini Bag zum Beispiel letztes Jahr im Urban Outfitters in San Francisco gekauft. Da kann man auch online bestellen.

2.PS: Natürlich wäre ich gerne so cool wie Carine Roitfeld, die jeweils ohne Handtasche des Weges kommt, ihr Smartphone lässig in der Hand tragend. Aber sind wir mal ehrlich: Die hat doch bestimmt jemanden, der ihr die Zigaretten, ein Feuerzeug und das Portmonnaie hinterherträgt?

Shoulderbag Soho von Gucci über www.net-a-porter.com

Shoulderbag Soho von Gucci über www.net-a-porter.com

YSL Classic Shoulder Bag bei www.mytheresa.com

YSL Classic Shoulder Bag bei www.mytheresa.com

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Mini Bag Drew von Chloé über www.net-a-porter.com

 

 

OMG! Skinny Jeans are not dead

Skinny Jeans in Paris.

Skinny Jeans in Paris.

Totgesagte leben länger. Das zeigt sich im Fall der Skinny Jeans. Die engen Röhren, die mich jahrelang treu begleitet haben – und es hoffentlich noch weiterhin tun, denn ich liebe sie – sind soweit ich mich erinnern kann in den letzten zehn Jahren von Modemagazinen bestimmt zehnmal verabschiedet worden. Mal zugunsten von der Flare-Jeans, mal von der Marlene-Dietrich- oder der Trainer-Hose und – wie jüngst geschehen – sie Platz machen sollte für die sogenannte Culotte – oder Hochwasser-Hose.

Die britische Fashion-Plattform Who What Wear hat kürzlich einen Bericht von Edited.com präsentiert, in dem bei über 25 namhaften Modeketten (darunter H&M, Asos, Topshop, Mango oder Net-a-Porter) unter anderem nachgefragt wurde, welche Denim-Styles diesen Frühling bei den Kundinnen populär seien, sprich wie gut sie eingekauft und verkauft wurden, welche Styles liegenblieben etc. Und – oh Überraschung! -Skinny Jeans machen rund 40 Prozent des Denimsortiments allover aus. Das heisst, sie wird am besten verkauft, nach dem Prinzip des Angebots, das die Nachfrage bestimmt. Am unteren Ende rangieren die Denim-Culottes, die für diesen Sommer von allen Modemagazine als DIE Hose propagiert wurde. Die Zahlen entsprechen auch dem Strassenbild: Da laufen nämlich Skinny Jeans en masse rum, momentan gerne mit Schlitzen über den Kniescheiben.

Ich persönlich finde ja, dass Skinny Jeans längst ein Klassiker sind. Und somit über alle Zweifel erhaben. Wenn ich morgens mal nicht weiss was anziehen, und es einfach cosy haben muss: Dann geht nix über meine Röhren! Die haben vielleicht damals, als Kate Moss sich oft ihn ihnen zeigte, einen Hype ausgelöst, aber unterdessen gehören sie doch einfach als Standard-Schnitt in jedes gutes Denim-Sortiments. Und in den Kleiderschrank von Jeans-Fans wie mir. Sowie eine weite Boyfriendjeans – die mausert sich bei mir auch gerade zum All-Time-Favourite.

PS. Wens interessiert: Die genauen Zahlen der Edited-Studie und noch mehr Aspekte könnt ihr hier nachlesen.

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Streetstyle an der letzten Kopenhagen Fashionweek.

Skinny Jeans in Kopenhagen.

Skinny Jeans in Kopenhagen.

 

Must Have: Japan-Blouson

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Im Moment wimmelt es ja nur so von Bomberjacken, von Baseball- und Collegejacken. Die blousonartigen Teile sind ja auch wirklich sehr cool. Die wahren Königinnen unter diesen Jacken sind aber die  bunten bestickten Seidenblousons. Die sind reversibel tragbar, auf einer Seite aus Samt, auf der anderen aus Seidensatin, meistens sehr aufwändig mit japanischen Tier- oder Pflanzensymbolen oder Landkarten bestickt. Die Jacken stammen ursprünglich aus Japan, wo Mitglieder von Tokioter Strassengangs die Baseball-Jacken der dort stationierten amerikanischen GI`s auf ihre eigene Weise adaptierten. Und eben mit Symbolen versahen, die ihnen Glück und Stärke verleihen sollen. Wer ein Original besitzt, kann sich glücklich schätzen, denn sie sind sehr wertvoll. Man findet sie etwa auf EBay und Konsorten.

Heute gibts jedoch ganz viele erschwingliche Lookalikes bei den herkömmlichen Anbietern. Aber bitteschön schon schauen, dass sie nicht zu cheap aussehen! Samt und Seide halt.

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Alle Bilder: Imaxtree.com

 

OMG! Kanarienvogelgelb

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Roberto Cavalli by Peter Dundas FW 2016/17 (Bild: Imaxtree.com)

Das Kleid war bereits ein Showstopper, als es an der letzten Mailänder Fashionweek über den Laufsteg von Roberto Cavalli –  ähm sagen wir mal – schwebte. Diese kanarienvogelgelbe Wolke, bestehend aus Volants, Plissées und Spitze. Das bodenlange Abendkleid war das Highlight aus der Herbst/Winterkollektion 2016/17, die Peter Dundas für das italienische Modehaus entworfen hat.

Jetzt hat das Kleid zum zweiten Mal für Schlagzeilen gesorgt: Es ist DER Hingucker in Beyoncés neuestem Wurf, dem einstündigen Film, den sie letztes Wochenende zusammen mit ihrem neuen Album „Lemonade“ gedroppt hat. Darin schreitet Queen B bewaffnet mit einem Baseballschläger durch eine Strasse und zertrümmert die Scheiben von parkierten Autos. Eine Szene, die übrigens stark an die Video-Installation „Ever is all over“ von Pipilotti Rist erinnert – aber das ist ein anderes Thema.

Jetzt gehts um das Cavalli-Kleid, das die Sängerin in dieser Szene trägt und darin wohlbemerkt einfach BOMBE aussieht. Das gilt aber leider nicht für uns Normalsterblichen. Obwohl kanarienvogelgelb, respektiv die Pantone-Farbe 12-0752 namens Buttercup, eine der Trendfarben dieses Sommers sein soll, stelle ich sie mir an uns bleichen Käsegesichtern gerade nicht so schmuck vor. Da müssten wir uns schon noch ein bisschen an die Sonne legen, damit das was wird mit uns. Vielleicht gegen Ende des Sommers?

Neben dem Cavalli-Kleid trägt Beyoncé im Kurzfilm übrigens einen superben Mix von High und Low Fashion, darunter viel von Gucci, einen Pelzmantel von Hood By Air, ein Bustier aus Kanye Wests Yeezy Collection und einige noch unbekannte Designer, die sich nun bei Queen B für die Aufmerksamkeit bedanken können. Wie bereits im Video zum Song „Formation“ war Marni Sernafonte für das Styling verantwortlich.

Must Have: Adidas Gazelle

Model Camille Rowe in Gazelles an der Rag & Bone Show SS2016 in New York.

Model Camille Rowe in Gazelles an der Rag & Bone Show SS2016 in New York. (Bild: Getty Images)

Jede Saison hat ihren Sneaker. Zuerst wars der Nike Air Force One, dann der Adidas Stan Smith, dann der Superstar – und jetzt kommen so langsam der Nike Cortez und der Adidas Gazelle um die Ecke geschlichen. Widmen wir uns erstmals „der Gazelle“.

Ein Schuh, der mich schon immer an Mike D erinnert hat. Was ihn für mich als alten Beastie-Boys-und Sneaker-Fan auf jeden Fall noch attraktiver macht. Ich habe mir schon früher mal einen Gazelle angeschafft, in schwarz-weiss of course. Das muss irgendwann in den Neunzigern gewesen sein, kurz nachdem die Beastie Boys ihr Album „Check Your Head“ herausgebracht haben. Mit einem Gazelle auf dem Cover, wenn ich mich recht erinnere.

Wie dem auch sei: Der Adidas Gazelle wird in letzter Zeit wieder vermehrt an coolen Leuten gesichtet. Immer ein Anzeichen, dass das Schühchen schon bald von der breiten Masse entdeckt werden wird. Und  irgendwann von Teenies ohne Socken getragen wird…

Bevor es soweit ist, muss ich unbedingt in die hinterste Ecke unserer Dachkammer kriechen, und endlich mal die olle Tasche mit meiner alten Sneaker-Sammlung hervorkramen. Ein Projekt, dem ich mich schon seit Monaten widmen möchte, aber immer kommt was dazwischen! Dabei hab ich ja die  Vermutung, dass in der Tasche mein alter Gazelle vor sich hinschlummert. Voll parat für ein Comeback an meinen Füssen. Und wenn nicht der Gazelle, dann hats da drin bestimmt noch ein Paar Superstars und einen Nike Cortez, den ich vor Jahren mal in Las Vegas gekauft habe.

Das ist ja das Gute an Klassikern: Sie sind nie out of style.

PS. Es gibt übrigens zwei Gazelle-Versionen: Der Gazelle OG (Original) wurde 1968 als Indoor-Fussballschuh lanciert, hat eine schlankere Passform und eine dünnere Sohle als der ein paar Jahre später erschienene Gazelle 2.

Adidas OG (Bild www.adidas.ch)

Adidas OG (Bild www.adidas.ch)

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Adidas Gazelle (Bild www.adidas.ch)